Gold, Wasser und Wein
San Juan, Argentiniens goldenes Stiefkind: Nationalparks, Wein und Goldschätze: eine Umweltrundreise für Entdecker.
Der Provinz San Juan im Nordwesten Argentiniens widmen Reiseführer zumeist nur wenige Absätze. Zu Unrecht. San Juan ist eine Wüstenregion voller Reichtümer: schneebedeckte Anden, vom Wind geformte Felsen, Weinoasen, Thermalquellen, Dinosaurierfunde, Gold …
Wir nehmen Sie mit auf Entdeckungsreise in ein touristisch wenig erschlossenes Gebiet in Argentinien. Die 14-tägige Reise „Gold, Wasser und Wein“ führt Sie durch drei Nationalparks mit faszinierender Wüstennatur, durch Weinanbaugebiete und zu Goldminen. Sie bietet Ihnen zudem Entspannung in heißem Vulkanwasser.
Im engen Kontakt zu Anwohnern und Betroffenen schauen Sie direkt vor Ort hinter die Kulissen des wirtschaftlichen und sozialen Konflikts um die zwei wichtigsten Schätze der Provinz: Wasser und Gold. Sie erleben die unvergleichlich schönen Landschaften der Region und die Ursprünglichkeit ihrer Dörfer. Den Kontrast zwischen zu bewahrenden Kultur- und Landschaftsgut und dem hochtechnologisierten Bergbau erfahren Sie so ganz unmittelbar. Die Türen werden Ihnen dabei vom „Sanjunanino“ Ricardo Vargas geöffnet, der wie kein anderer seine Provinz kennt und im engen persönlichen Kontakt zu den hier lebenden Menschen steht.
Wie es in San Juan Brauch ist, werden die Gespräche mit den Anwohnern oft bei einem gemeinsamen, langgezogenen Mittagessen im Schatten von Bäumen stattfinden. In der Hitze der Siesta nimmt man sich Zeit füreinander, während der typische Matetee in der Kalebasse seine Runde macht. Die Südamerikakorrespondentin Antje Krüger steht Ihnen dabei als Dolmetscherin zur Seite. Mit ihren Kenntnissen der argentinischen und deutschen Kultur baut sie die Brücke zwischen Ihnen als Reisenden und den Anwohnern vor Ort.
Fünf Prozent des Reisepreises fließt in den Fond "San Guillermo" mit dem Menschen unterstützt werden, die vom Goldbergbau betroffen sind (z.B. Verbesserung der Lebensbedingungen im Dorf La Planta, das aus giftigen Abraumhalden errichtet wurde. Sie werden es im Rahmen der Reise besuchen - vergleich auch Reise "La Planta" - Hilfe für ein Dorf auf Halde") oder abersich gegen die Umweltzerstörung durch den Bergbau engagieren (z.B. Kosten für unabhängige Boden- und Wasserproben im Zusammenhang mit gerichtlichen Verfahren zum Schutz der Umwelt. Sie werden die Engagierten vom Umweltbüro "San Guillermo" kennenlernen). Die genaue Verwendung der Gelder, abhängig ist von der Höhe der Aufkommen, wird für Sie selbstverständlich dokumentiert.
1. Reiseverlauf
2. Enthaltene Leistungen
3. Termine
4. Preise
5. Besonderheiten
1. Reiseverlauf
Ankunft in Mendoza, Transfer nach San Juan
1. Tag: Wir holen Sie bei Ihrer Ankunft in Mendoza ab und fahren nach San Juan. Sie haben die Möglichkeit eines Stadtbummels, der Ihnen beim Akklimatisieren hilft. Bei einem gemeinsamen Abendessen stellen sich die Reiseleiter vor und besprechen wir den Reiseverlauf.
San Juan, erste Einblicke
2. Tag: Besuch des Stausees Ullum, der Weinfelder und des Bewässerungssystems der Wüste. Bei einem Mittagessen mitgeladenen Gästen vom Umweltbüro "San Guillermo" erhalten Sie eine persönliche Einführung in die Problematik der Region. Der Nachmittag und Abend steht Ihnen zur freien Verfügung.
Valle Fértil, die Difunta Correa und La Planta
3. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir zu unserem ersten Etappenziel: die Oase San Agustín de Valle Fértil, ein typisches Dorf in San Juan, wo wir uns für die nächsten zwei Nächte einquartieren werden. Wir halten bei der Difunta Correa (die Verstorbene Correa), einer vom Volk gekürten Heiligen. Sie starb in der Wüste, nährte ihr Kind jedoch am Busen weiter. Ihr wurde ein Altar aus Wasserflaschen und Symbolen für erfüllte Lebenswünsche errichtet.
Auf dem Weg besuchen wir außerdem die ehemalige Goldmine La Planta. Das sie umgebende Dorf wurde aus dem Haldenmaterial der Mine errichtet. Hier können Sie die sozialen und ökologischen Folgen des Goldbergbaus ganz direkt erfahren.
Nach Ankunft in Valle Fértil haben Sie Zeit, den Ort kennen zu lernen mit der Möglichkeit, uns bei einem Spaziergang durch den Provinzpark „Valle Fértil“ (Fruchtbares Tal) zu begleiten.
Der Provinzpark Ischigualasto
4. Tag: Absolute Trockenheit kennzeichnet das Mondtal von Ischigualasto, das geologische Kuriositäten aufweist, für die es bis heute keine Erklärung gibt. Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Die Landschaft ist geprägt von Wüstenformen, die der Wind schuf. Einst zogen Dinosaurier durch das Gebiet, wie zahlreiche Knochenfunde beweisen. Diese faszinierende Landschaft wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
Auf dem Rückweg nach Valle Fértil haben Sie die Möglichkeit, das Museum „Steine der Welt“ in Usno zu besuchen oder im Schatten alter Algarrobobäume den typischen argentinischen Matetee aus der Kalebasse zu trinken. Sie können den Tag mit einem (Reit)Ausflug in die landschaftlich reizvolle Region La Majadita ausklingen lassen. Hier wachsen diverse Kakteenarten und sind Papageien und Kolibris zu beobachten.
Der Nationalpark Talampaya
5. Tag: Talampaya gehört ebenso wie Ischigualasto zum Weltnaturerbe der UNESCO. Hier ragen rote Felswände über 100 Meter senkrecht in die Höhe, die einst von fließendem Wasser ausgewaschen wurden. Mit etwas Glück können wir den Flug eines Kondors vor dieser Kulisse bewundern. Felszeichnungen und versteinerte Bäume künden von ehemals üppigem Leben in der nun harschen Natur.
Nach dem Besuch des Parks fahren wir weiter nach Huaco, Heimat des Folkloredichters Buenaventura Luna, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen werden.
Goldene Zukunft
6. Tag: Wir besuchen die Goldmine Gualcamayo (abhängig von der Genehmigung der Behörden). Gualcamayo wird von der kanadischen Yamana Gold Inc. betrieben und ist eine der ersten von über 150 bewilligten Goldminen auf dem Gebiet von San Juan. Hier lernen wir die Arbeitsabläufe einer Mine kennen, erfahren mehr über die Hintergründe der Goldförderung in San Juan und bekommen eine Einführung in die Sozial- und Umweltpolitik der Betreiber. Zudem besuchen wir die Orte Guandacol und Santa Clara, die in unmittelbarer Nähe der Mine liegen und übernachten wieder in Huaco, wo auch die meisten Bergarbeiter von Gualcamayo leben.
Jáchal
7. Tag: Besuch der Kleinstadt Jáchal. Jáchal ist der erste Ort, in dem Konsequenzen des Goldbergbaus in den Hohen Anden am Fuße der Süßwasserquellen der Region zu spüren sind. Hier hat Wassermangel mittlerweile konkrete Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung. Wir treffen auf die „Jáchal-Mütter“, deren soziales Engagement gegen die Umweltzerstörung durch die Mine Veladero mittlerweile auch international Aufsehen erregte.
Weiterfahrt zur Unterkunft im Thermalhotel Pismanta
Pismanta, Rodeo und das Biosphärenreservat San Guillermo
8. Tag: Entspannung in Pismanta, einem einfachen Thermalbadhotel mit Vulkanquellen bis zu 45 Grad Celsius, das nach seinem Bankrott von den ehemaligen Angestellten in eigener Regie übernommen und in kommunaler Arbeit wieder aufgebaut wurde.
Am Nachmittag unternehmen wir Ausflüge in die Oase Rodeo und zum Stausee Cuesta del Viento. Hier weht immer starker Wind, so dass der See zum Surferparadies wurde. In Rodeo besuchen wir eine Ausstellung über das von der UNESCO geschützte Biosphärenreservat San Guillermo. In San Guillermo weidet (noch) die größte Vicuñaherde der Welt, eine vom Aussterben bedrohte Lamaart. Das Reservat ist der Mittelpunkt des Konflikts um den Goldbergbau, denn hier liegt die Mine Veladero. Ein Besuch des Reservats selbst ist im Rahmen dieser Reise nicht möglich.
Castaño Nuevo und Barreal
9. Tag: Der Weg zu unserem nächsten Etappenziel Barreal schlängelt sich durch das Tal von Calingasta, das von den Anden mit sieben Bergspitzen über 6.000 Metern flankiert wird. Vom Ort Villa Nueva aus führt uns ein leichter Fußweg durch die Berge zur stillgelegten Mine Castaño Nuevo. Die dazugehörigen, verlassenen Wohnhäuser tragen noch immer die Spuren ihrer Bewohner.
In Barreal, einem Dorf am Fuße der schneebedeckten Anden, nehmen wir Quartier in einem typischen Landgut. Den Abend können Sie in der Bar El Alemán beschließen, die dem Namen getreu von einem deutschen Auswanderer geführt wird, der San Juan zu seinem Rückzugsgebiet erkoren hat.
Der Nationalpark El Leoncito
10. Tag: Genießen Sie Ihr Frühstück in Barreal mit Blick auf Wüste, Oase und Berge. Nach dem Mittag fahren wir in den Nationalpark El Leoncito mit seiner 14 km breiten und 5 km langen trockenen und völlig geraden, weißen Fläche, auf der sich einst ein See befand. Im Hintergrund ragen die schneebedeckten Anden auf, ein Anblick, der seinesgleichen sucht. Hier bleiben wir bis zum Einbruch der Dunkelheit und besuchen dann das Observatorium CASLEO. Die Luft von Barreal ist für ihre extreme Reinheit bekannt, die eine atemberaubende Sicht in den Sternenhimmel ermöglicht.
Las Tamberías
11. Tag: Die Finca Las Tamberías liegt auf der anderen Flussseite, Barreal gegenüber. Beim Bauern Chacho erhalten Sie Einblicke in das Landleben, die Arbeitsweise und Traditionen der Gauchos, wie es sich in den Oasen von San Juan seit Jahrhunderten entwickelt hat.
Der Nachmittag steht Ihnen in Barreal zur freien Verfügung. Sie haben die Möglichkeit, die Umgebung zu Pferd oder mit dem Fahrrad zu erkunden oder einfach in der friedlichen Landschaft auszuspannen.
Entlang der Weinroute nach San Juan
12. Tag: Wir verabschieden uns von Barreal und begeben uns auf die Weinroute, welche die besten Weinanbaugebiete Argentiniens mitten in der Wüste verbindet. Wir besuchen Weinkeller sowie den Produktionsbetrieb Ampakama und verköstigen ihr Weinangebot. Hier begehen wir das Ende unserer Rundreise noch einmal im Schatten von Bäumen und Wein bei einem gemeinsamen, lang ausgedehnten Mittagessen.
Nach der Ankunft steht Ihnen der Nachmittag in San Juan zur freien Verfügung, um Abschied zu nehmen, die Koffer zu packen und vielleicht das eine oder andere Andenken zu kaufen. Sie haben auch die Möglichkeit, das Naturkundemuseum mit einzigartigen Dinosaurierfunden zu besichtigen.
Transfer nach Mendoza, Rückflug
13. Tag: Wir bringen Sie wieder zum Flughafen von Mendoza und verabschieden uns.
(Sie haben die Möglichkeit, Ihren Urlaub individuell zu verlängern.)
Ankunft
14. Tag: Ankunft in Deutschland oder Anschlussprogramm
(Programmänderungen vorbehalten)
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2. Enthaltene Leistungen
* 12 Übernachtungen im Doppelzimmer
* gepflegte Unterkünfte der Mittelklasse, (Hotels, Hosterías, koloniales Landgut, Bungalows mit Doppelzimmern und zum Teil gem. Bad, in einem Fall evtl. Mehrbettzimmer)
* Halbpension (in der Regel Frühstück und Abendessen - wir führen immer eine Kühltruhe mit Wasser, Saft und kleinen Snacks mit. Der typische Matetee aus der Kalebasse fehlt nie)
* orts- und themenkundige Reiseleitung aus San Juan und deutsche Dolmetscherin (nähere Informationen in unserer Rubrik „Über uns“
* Flughafentransfer am ersten und letzten Tag
* Transport in privatem Kleinbus/Jeep
* Eintrittsgelder für die im Programm vorgesehenen Besichtigungen
3. Termine
10.10.2010 - 23.10.2010
04.12.2010 - 17.12.2010
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4. Preise pro Person
2590.- Euro pro Person.
Den Langstreckenflug buchen wir zum tagesaktuellen Tarif und ab Ihrem gewünschten Abflughafen für Sie ein)
Einzelzimmerzuschlag: 100,- Euro (kann nicht durchgängig garantiert werden)
* Kinder bis 2 Jahre reisen kostenfrei, Kinder zwischen 2 und 12 Jahren zahlen 50% des vollen Reisepreises und werden im Doppelzimmer zusammen mit den Eltern untergebracht.
Mindestteilnehmerzahl: 4
5. Besonderheiten
Bitte beachten Sie: Alle unsere Bausteinrundreisen bieten wir Ihnen gerne auch als Komplettpaket an, d.h. mit Flug und Anschlußaufenthalt. Sie stellen sich ihr Programm selbst zusammen.
Nicht enthaltene Leistung:
* Langstreckenflug nach Mendoza
* Flughafengebühr bei der Ausreise aus Argentinien
* als Möglichkeit gekennzeichnete Aktivitäten
* nicht in der Halbpension enthaltene Mahlzeiten, Trinkgelder, alkoholische Getränke
Weitere Informationen zu dieser Reise (hier klicken).
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